Datenschutz beim digitalen Bezahlen: Verbraucherschutz fordert Nachbesserungen

Was mit den Daten passiert, die im Zuge digitaler Bezahlprozesse erhoben werden, bleibt für Verbraucher oft undurchsichtig. Das bemängelt der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Brandenburg. Denn die Datenschutzerklärungen der Bezahldienstleister sind oft schwer verständlich, obwohl sich die meisten Verbraucher möglichst schnell und konkret über die Datennutzung der Anbieter informieren wollen. So wollen Verbraucher einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Marktwächter zufolge nicht länger als fünf Minuten Zeit damit verbringen, die Datenschutzerklärungen eines Bezahldienstleisters zu lesen. Bei Paypal dauert dies aber 24 Minuten, bei Amazon Pay 16 Minuten. Zudem erschweren lange Sätze und Passivkonstruktionen die Verständlichkeit. Und viele Angaben zur Datenverwendung bleiben durch Formulierungen wie „möglicherweise“ oder „unter anderem“ unklar. Somit weiß der Nutzer nicht konkret, worauf er sich einlässt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb Nachbesserungen bei der Datennutzung. „Wer in die Nutzung seiner Daten einwilligt, müsse dies freiwillig tun. Dies sei aber nicht der Fall, wenn Verbraucher in die weitere – zahlungsfremde – Nutzung ihrer persönlichen Daten einwilligen müssen, um einen Zahlungsdienst überhaupt verwenden zu können. Die europäische Datenschutz-Grundverordnung verbiete eine solche Kopplung und sollte durch die Datenschutzaufsichtsbehörden konsequent durchgesetzt werden, so die Forderung des VZBV.“

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