Schweizerische Bankiervereinigung lehnt PSD2 ab

Die Schweizerische Bankiervereinigung sieht keine Notwendigkeit, eine der PSD2 folgenden Regulierung in der Schweiz einzuführen. In einer Stellungnahme heißt es:

„Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) lehnt eine Regulierung analog zu PSD2 respektive eine gesetzlich erzwungene Öffnung der Zugriffsrechte für Dritte aus folgenden Gründen ab:

1. Eine PSD2-analoge Regulierung in der Schweiz ist unnötig, weil kein Handlungsbedarf besteht, der Wettbewerb funktioniert und die Banken schon heute (unabhängig von PSD2) zahlreiche innovative Lösungen anbieten. Ein regulatorischer Zwang zur Öffnung wäre ein unnötiger Eingriff in den funktionierenden Markt und würde zu einer Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Banken führen.

2. Das Thema Sicherheit der Kundendaten spielt im elektronischen Banking eine zentrale Rolle. Die höchste Sicherheit kann nur garantiert werden im Zusammenwirken von Kunde und Bank. Eine staatlich erzwungene Öffnung ist gefährlich, weil bankenspezifische Sicherheitsprinzipien nicht vollumfänglich adressiert werden und sich so Sicherheitslücken auftun.

3. Auf Seiten der Finanzinstitute würden zusätzliche Aufwände und Kosten in den Bereichen Sicherheitsstruktur und Compliance entstehen, die letztlich der Kunde bezahlen müsste. Eine einseitige Öffnung der Zugriffsrechte für Dritte, wie es die PSD2 innerhalb der EU verlangt, ist ein Experiment auf Kosten der Bankkunden, das gefährliche Verwirrung schafft und die Datensicherheit der Kunden untergräbt.

Die komplette Stellungnahme finden Sie als PDF-Anhang in dieser Meldung.

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