Bundesbank warnt vor Deregulierung

Die Bundesbank warnt kurz vor dem G20-Treffen in Washington vor einem Zurückdrehen der weltweiten Finanzregulierung. Sie aufzuweichen oder gar einen Deregulierungswettlauf zu beginnen, wäre ein großer Fehler, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch am Mittwoch. "Dies würde zulasten der Widerstandsfähigkeit des globalen Finanzsystems gehen." Mit mehr Eigenkapital könnten Banken Risiken besser tragen und seien stabiler. Gleichzeitig könnten besser kapitalisierte Banken mehr Kredite vergeben. 

US-Präsident Donald Trump hatte mit seinen Bestrebungen, die strengen Regeln für die heimischen Banken zu lockern, Befürchtungen ausgelöst, die USA könnten das Interesse an einer international abgestimmten Bankenregulierung verlieren. Die Verhandlungen über die Reformen des globalen "Basel III"-Regelwerks für Geldhäuser ziehen sich schon seit längerem hin. Der wichtigste Streitpunkt war zuletzt die Frage, wie weit die Institute die Risiken in ihren Bilanzen abweichend von Standard-Regeln herunterrechnen dürfen, um Kapital zu sparen. Die Reformen sollten eigentlich spätestens im Januar beschlossen werden. Nach dem Regierungswechsel in den USA waren aber zuletzt dort noch wichtige Posten für die Verhandlungen unbesetzt.

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