Positive Bilanz des Helaba-Chefs

Herbert Hans Grüntker, Vorstandsvorsitzender, Helaba

Quelle: Helaba

Der im Mai dieses Jahres mit Erreichen der Altersgrenze ausscheidende Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker kann zufrieden auf seine fünf Jahre an der Spitze der Landesbank zurückblicken. In seinem letzten vollständigen Jahr als Vorstandsvorsitzender hat die Helaba ein IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von 533 Millionen Euro erzielt und setzte damit den erfolgreichen Trend der vergangenen Jahre fort. Nach Steuern stieg das Konzernergebnis um 202 Millionen Euro auf 480 Millionen Euro (278 Millionen Euro).

 „Vor dem Hintergrund des unverändert intensiven Wettbewerbs und der anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Während der Kauf der Kofiba, vormals Dexia Kommunalbank Deutschland, sich deutlich positiv in der Bilanz auswirkt, belasten insbesondere die im Jahresabschluss verarbeiteten Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Effizienzprogramm Scope. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Kundengeschäft. Wir haben unser Neugeschäftsvolumen erneut steigern können“, so Grüntker.

Zu den wesentlichen Zahlen: Der Zinsüberschuss stieg um 119 Millionen Euro auf 1 191 Millionen Euro (1 072 Millionen Euro), wofür besonders höhere Volumina im Kundenkreditgeschäft gesorgt haben sollen. Die Risikovorsorge nähert sich mit 86 Millionen Euro wieder einem normalen Niveau an. Allerdings ist darin eine Portfoliowertberichtigung in Höhe von 31 Millionen Euro enthalten. Der Provisionsüberschuss legte auf breiter Basis um 46 Millionen Euro auf 395 Millionen Euro zu. Dieser fuße auf der positiven Entwicklung insbesondere bei Provisionen aus dem Kredit- und Avalgeschäft sowie aus der Vermögensverwaltung.

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung steigerte sich um 98 Millionen Euro auf 143 Millionen Euro (45 Mio. Euro). Positiv habe sich hier vor allem das kundengetriebene Kapitalmarktgeschäft ausgewirkt. Das sonstige Ergebnis stieg laut eigenen Angaben aufgrund von Sondereffekten aus der erstmaligen Konsolidierung der Kofiba in Höhe von 125 Millionen Euro auf 387 Millionen Euro (370 Mio Millionen Euro). Belastend habe die Bildung einer Rückstellung für das Effizienzprogramm Scope gewirkt, die mit 71 Millionen Euro zu Buche schlug. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich durch deutlich gestiegene Sachaufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben, der Bankenabgabe sowie Beiträgen zur Sicherungseinrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe und gestiegene Personalaufwendungen auf 1 521 Millionen Euro (1 451 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme des Helaba-Konzerns ist im Berichtsjahr im Wesentlichen bedingt durch den Zugang der Kofiba sowie die Erfolge im Kundengeschäft um 44 Milliarden Euro auf 207,0 Milliarden Euro angestiegen sein (163,0 Mrd. Euro). Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um 44,8 Milliarden Euro auf 245,7 Milliarden Euro (200,9 Milliarden Euro). Die Kundenforderungen erreichten einen Wert von 118,5 Milliarden Euro (96,3 Milliarden Euro). Das Abschlussvolumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft – ohne Berücksichtigung des wettbewerbsneutralen Fördergeschäfts der WIBank – lag mit 21,5 Milliarden Euro oberhalb des Vorjahresvolumens von 19,0 Milliarden Euro.

Die harte Kernkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 14,2 Prozent (14,9 Prozent). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern erreichte 6,3 Prozent (5,4 Prozent) und die Cost-Income-Ratio 71,1 Prozent (78,5 Prozent).

Einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr möchte die Helaba aktuell nicht liefern: „Die wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus lassen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine seriöse Ergebnisprognose zu. Daher sehen wir von einem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ab“, sagt Grüntker.

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