Gespräch des Tages15.06.2026
Kapitalmarkt II
Beinahe jeder Kommentar in der Wirtschaftsberichterstattung fängt derzeit mit der gleichen Einleitung an, in der die immer gleichen Probleme, unter denen die deutsche und europäische Wirtschaft leidet, aufgezählt werden. Auch die Lösungsansätze sind meist die gleichen. Nun hat sich der BdB in einem Positionspapier nochmals dieser Themen angenommen: "Europa braucht vor allem eines: mehr Wachstum. Dazu sind erhebliche Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung und Transformation nötig. Dies ist nur mit einem leistungsfähigen Kapitalmarkt zu schaffen", sagte Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des BdB.
Der BdB forderte daher "jetzt endlich" Fortschritte für eine echte Savings and Investment Union, um den …
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Gespräch des Tages15.06.2026
Digitalisierung
Das Jahr 2025 war das erste unter der Regulierung des Digital Operations Resilience Act (DORA). Die drei europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA (die ESAs) haben nun ihren ersten Jahresbericht mit einem Überblick über schwerwiegende IKT-bezogene Vorfälle aus dem Jahr 2025 veröffentlicht. 2025 meldeten Finanzunternehmen insgesamt 3 383 Vorfälle. Dies entspricht durchschnittlich 282 Vorfällen pro Monat beziehungsweise 0,18 Vorfällen je von DORA erfasstem Finanzunternehmen. Besonders auffällig: Mehr als drei Viertel der schwerwiegenden Vorfälle konzentrierten sich auf zwei Sektoren: Kreditsektor (60 Prozent) und Zahlungsverkehr (16 Prozent). Bei der Art der schweren Vorfälle dominierten mit 51 Prozent die Systemausfälle. …
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Gespräch des Tages01.06.2026
Geldpolitik
Das nennt man wohl dumm gelaufen. Vor wenigen Tagen wurde Kevin Warsh als neuer Präsident der US-amerikanischen Notenbank Fed vereidigt. Damit bekommt Donald Trump seinen Wunschkandidaten als Nachfolger des ihm so verhassten Jerome Powell. Und während er den ausgeschiedenen Präsidenten stets dafür beschimpfte, die Zinsen nicht schnell genug zu senken, schlägt er nun versöhnliche Töne an und betonte in seiner Rede bei der Amtseinführung Warshs die Unabhängigkeit der Notenbank: "Ich möchte, dass Kevin völlig unabhängig ist." Und an Warsh, seinen früheren Wirtschaftsberater, gewandt ergänzte er: "Schauen Sie nicht auf mich, schauen Sie auf niemanden, machen Sie einfach Ihr Ding und leisten Sie großartige Arbeit." Allzu ernst sollte man …
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