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Fusionen regionaler Kreditinstitute in Deutschland

Einflussfaktoren und Wirkungszusammenhänge bei Post-Merger-Integrationen
Autor: 
Michael Willeke
Reihe: 
zeb Schriftenreihe
Bandnummer: 
69
Umfang: 
268 Seiten
ISBN: 
978-3-8314-0893-1
Erschienen: 
November 2018
Einband: 
fest (Hardcover)

Nach Unternehmensfusionen bleibt die Unternehmensentwicklung nicht selten hinter den Erwartungen zurück. Dies wird häufig mit einer nicht erfolgreichen Integration bzw. einer zu optimistischen Sicht auf diese begründet. Eine gelungene Integration wird somit als ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmensfusionen angesehen. Wie jedoch das Gelingen einer Integration herbeigeführt werden kann, ist weitestgehend unklar. Empfehlungen für die Gestaltung der Integration basieren bislang eher auf praktischen Erfahrungen im Einzelfall als auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen.

Vor diesem Hintergrund liegt das Ziel der vorliegenden Untersuchung darin, die für den Erfolg von Unternehmensfusionen entscheidenden Einflussfaktoren zu identifizieren. Der Betrachtungsfokus richtet sich dabei auf regionale Kreditinstitute – also Sparkassen und Genossenschaftsbanken – in Deutschland. Für diese Institutsgruppen ist der Erfolg von Fusionen von besonderer Relevanz, da sie zum einen derzeit enormen Herausforderungen gegenüberstehen, zum anderen organisches Flächenwachstum für beide Institutsgruppen fast ausgeschlossen ist.

In einem einleitenden Kapitel erläutert der Verfasser die Rahmenbedingungen regionaler Kreditinstitute in Deutschland und leitet zur Problemstellung der Arbeit über. Im Anschluss konkretisiert er das Ziel der Arbeit in drei zentralen Fragestellungen und skizziert kurz den Aufbau der Untersuchung.

Im zweiten Kapitel setzt sich der Verfasser umfassend und sachkundig mit dem Marktumfeld der untersuchten Kreditinstitute auseinander. Er zeigt Sturkturen, Herausforderungen und Strategien zur Bewältigung auf. Dabei werden Lösungsansätze zur Effizienzsteigerung abgegrenzt und ein Fokus auf Unternehmensfusionen gesetzt.

Das dritte Kapitel beinhaltet eine theoriegeleitete Analyse der Erfolgsfaktoren in der Integrationsphase von Unternehmensfusionen. Inhaltlich aufeinander aufbauend werden der Integrationsprozess als Teil des Fusionsprozesses, die Erfolgsfaktoren für Fusionen im Allgemeinen und schließlich die Erfolgsfaktoren in der Integrationsphase aufgearbeitet. Wesentliche Theoriegrundlagen bei der Analyse des Integrationsprozesses sind die Organisationstheorie und die Principal-Agent-Theorie. Bei der Erörterung bekannter Erfolgsfaktoren wird auch auf die Methodik der Erfolgsfaktorenforschung eingegangen, und diese wird kritisch diskutiert. Aufbauend auf den inhaltlichen und theoretischen Erkenntnissen wird ein umfassendes Hypothesenset bezüglich der Wirkungszusammenhänge zwischen Einflussfaktoren und dem Erfolg der Integrationsplanung sowie der Integrationsumsetzung hergeleitet.

Im vierten Kapitel präsentiert der Verfasser seine eigene empirische Untersuchung. Dabei werden im ersten Abschnitt die methodischen Grundlagen erarbeitet. Des Weiteren werden die Erfolgsfaktoren sowie der Integrationserfolg selbst für die Untersuchung operationalisiert. Anschließend wird im zweiten Abschnitt der Prozess der Datenerhebung mittels eines strukturierten Fragebogens dargestellt. In Abschnitt drei geht der Verfasser auf Charakteristika des Datensatzes ein und erläutert die deskriptiven Ergebnisse. Den Kern der Analyse bildet der vierte Abschnitt, in dem die Ergebnisse der multivariaten Analysen präsentiert werden.

Im fünften Kapitel werden zunächst etwaige Implikationen der Ergebnisse für die Unternehmenspraxis erörtert, wobei sich der Verfasser soweit möglich auf die empirischen Ergebnisse stützt. Nachfolgend behandelt er die Limitationen der Untersuchung in einer selbstkritischen Betrachtung.

Das sechste Kapitel bildet den Abschluss der Arbeit, in dem der Verfasser die Ergebnisse entlang der drei zentralen Fragestellungen thesenförmig zusammenfasst. Ferner gibt er einen Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen des bearbeiteten Forschungsfelds.

Der Autor adressiert mit der Fragestellung der Untersuchung eine bestehende Forschungslücke, da fundierte theoretische und empirische Analysen zu diesem Thema weitgehend nicht vorliegen. Die Materie weist zudem eine hohe praktische Relevanz auf, da Fusionen oftmals als nicht erfolgreich gelten und dieser Misserfolg häufig einer unzureichenden Integration zugeschrieben wird.

Basis der Untersuchung ist eine umfassende und detaillierte Literaturauswertung sowie eine gute Theorieverankerung der Forschungshypothesen. Die sehr sorgfältige empirische Untersuchung und die gute Nachvollziehbarkeit der Methodik zeigen eine präzise Bearbeitung dieser wissenschaftlichen Forschungsfrage, die zugleich einen greifbaren Nutzen für die Praxis schafft. Im Ergebnis stellt die Arbeit für Praktiker und Wissenschaftler gleichermaßen einen wichtigen Beitrag dar, dessen Verbreitung im wissenschaftlichen Schrifttum und in der betriebswirtschaftlichen Praxis zu wünschen ist.

Münster, im August 2018

Bernd Rolfes
 

Auch als E-Book erhältlich. 

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