Diem verlagert Hauptsitz in die USA

Stuart Levey; Quelle: The Diem Association

Die Diem Association, vormals Libra, hat angekündigt, ihre Hauptaktivitäten von der Schweiz in die USA zu verlagern. Mit dieser Verlagerung zieht Diem auch seinen Antrag auf eine Zahlungssystem-Lizenz bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) zurück. Der Antrag wurde Anfang vergangenen Jahres gestellt, nachdem ein überarbeitetes Whitepaper der Digitalwährung, die in ihrer ursprünglichen Form auf ein hohes Maß an Kritik gestoßen ist, vorgestellt wurde.

Begründet ist die Verlagerung der Hauptaktivitäten sowie der Hauptgeschäftsstelle mit einer strategischen Neuausrichtung, die im Einklang mit dem ursprünglichen Fokus auf die Vereinigten Staaten stehe, heißt es.

"Auch wenn wir jetzt planen, das Projekt vollständig in den US-amerikanischen Aufsichtsbereich umzuziehen, und keine Lizenz der Finma mehr erforderlich sein wird, hat das Projekt sehr von dem intensiven Lizenzierungsprozess in der Schweiz und dem konstruktiven Feedback der Finma und von mehr als zwei Dutzend anderen Aufsichtsbehörden aus der ganzen Welt, die von der Finma konsultiert wurden, um das Projekt zu prüfen, profitiert", kommentiert Stuart Levey, Chief Executive Officer von Diem.

Mit der Neuausrichtung hat Diem auch eine Partnerschaft zwischen ihrer hundertprozentigen Tochtergesellschaft Diem Networks US und der Silvergate Capital Corporation bekanntgegeben. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird die Silvergate Bank exklusiver Emittent der Diem US-Dollar-Stablecoin sowie Verwalter der Diem-US-Dollar-Reserve. Diem Networks US übernimmt dagegen den Betrieb des Diem Payment Network (DPN), eines autorisierten Blockchain-basierten Zahlungssystems, das den Echtzeit-Transfer von Diem Stablecoins unter zugelassenen Netzwerkteilnehmern ermöglicht. Die Bildung dieser Partnerschaft sei ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf ein Diem US-Dollar-Pilotprojekt.

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