PPI entwickelt Betriebsplattform für den digitalen Euro

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Damit Banken künftig Zahlungen in digitalem Euro für ihre Kunden abwickeln können, entwickelt die Hamburger PPI AG eine eigene Plattform. Zudem will PPI bestehende Produkte für den kontobasierten Zahlungsverkehr, die unter anderem von der DZ BANK eingesetzt werden, um Funktionen für den digitalen Euro erweitern. „Beim digitalen Euro übernehmen Banken eine wichtige Vermittlerrolle“, sagt PPI-Vorstandvorsitzender Dr. Thorsten Völkel. „Die Institute identifizieren Kunden, beugen Geldwäsche und Betrug vor und melden dem Eurosystem zulässige Transaktionen. Sie müssen also die Vorarbeit leisten für ein System, das außerhalb ihrer eigenen IT-Hoheit liegt.“

Darüber hinaus stellen Banken Wallets für ihre Kunden bereit, die in Online-Banking-Angebote und Apps integriert werden. „Banken bekommen mit den Wallets einen weiteren Kundenkanal, den sie sicher verwalten müssen“, so Völkel. „Dies schließt ein, dem Eurosystem mitzuteilen, wenn ein Kunde eine Wallet eröffnen oder schließen möchte.“ Die von PPI angebotene Plattform wird Transaktionen mit dem digitalen Euro erlauben und den Banken dabei helfen, Wallets für ihre Kunden zu verwalten. Die Software wird sich von den Banken entweder selbst oder als ausgelagerter Service von PPI betreiben lassen. Zudem will man Banken auch dabei unterstützen, ihre Liquidität bei der Zentralbank zu steuern, damit die Institute jederzeit ausreichend Mittel vorhalten, um etwa das Aufladen von Wallets in Echtzeit zu ermöglichen.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 Punkte (1 Bewertung)


X