Bancomat, SIBS-MB WAY und die European Payments Initiative (EPI), haben den erfolgreichen Abschluss eines gemeinsamen Proof of Concept (PoC) bekannt gegeben, mit dem die Interoperabilität ihrer jeweiligen mobilen Zahlungslösungen für grenzüberschreitende Transaktionen im stationären Handel nachgewiesen wurde. Dieser Erfolg stellt einen konkreten Meilenstein in der Zusammenarbeit im Rahmen der im Februar 2026 unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zwischen Bancomat, Bizum, EPI, SIBS-MB Way und Vipps Mobile Pay dar. Sie zielt darauf ab, die Bereitstellung souveräner und interoperabler paneuropäischer Zahlungslösungen zu beschleunigen.
Der PoC bestätigte, dass Nutzer aller teilnehmenden mobilen Zahlungsanwendung im Ausland nahtlos Einzelhandelsgeschäfte über QR-Code-basierte P2M-Zahlungen (Person-to-Merchant) abwickeln können. Nutzer aller Lösungen (Bancomat, EPI und MB WAY) konnten erfolgreich grenzüberschreitende Zahlungen bei Händlern der anderen Lösungen vornehmen. Dies bestätigt die Machbarkeit eines gemeinsamen zentralen Interoperabilitätsmodells, das es mobilen Zahlungslösungen aus verschiedenen europäischen Ländern ermöglicht, grenzüberschreitend zu funktionieren. Der Proof-of-Concept wurde mit operativer Unterstützung großer Finanzinstitute wie La Banque Postale, Intesa San Paolo und der 28 Mitgliedsinstitute von MB Way durchgeführt und wird als Blaupause für die Ausweitung auf das gesamte Zahlungsdienstleister-Netzwerk dienen, was die entscheidende Rolle des Ökosystems bei der Ermöglichung einer europaweiten Interoperabilität unterstreicht.
Durch den Nachweis der technischen und operativen Machbarkeit grenzüberschreitender QR-Code-Zahlungen ist eine Grundlage für die umfassendere Zusammenarbeit zwischen den Parteien im Rahmen der Absichtserklärung und eine europaweite Interoperabilität auf Basis bestehender gesamteuropäischer und nationaler Lösungen geschaffen. Dies unterstreicht die gemeinsame Absicht der Unterzeichner, die Einführung souveräner, gesamteuropäischer Zahlungslösungen basierend auf Kooperation und Innovation voranzutreiben. Der Fahrplan sieht grenzüberschreitende P2P-Zahlungen im Jahr 2026 sowie die Ausweitung auf E-Commerce und PoS-Zahlungen einschließlich NFC-basierter Zahlungen im Jahr 2027 vor.
Am 2. Februar 2026 unterzeichneten Bancomat (Italien), Bizum (Spanien), SIBS MB WAY (Portugal), Vipps Mobile Pay (nordische Länder) und die European Payments Initiative (EPI) gemeinsam eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU), die einen wichtigen Schritt zur Schaffung souveräner, interoperabler paneuropäischer Zahlungslösungen darstellt. Die Absichtserklärung zielt darauf ab, die Einführung nahtloser grenzüberschreitender Zahlungen in ganz Europa bis 2027 zu beschleunigen und damit die Zahlungssouveränität Europas zu stärken – zu einer Zeit, in der die Region noch immer stark von außereuropäischen Zahlungsanbietern abhängig ist. Die Initiative verbindet bereits erfolgreiche lokale mobile Zahlungslösungen über einen zentralen Interoperabilitäts-Hub und ermöglicht ihnen so die Zusammenarbeit, ohne dass einheimische Marken ersetzt werden müssen. Zusammen bedienen die teilnehmenden Lösungen bereits rund 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern, was etwa 72 Proznt der Bevölkerung der EU und Norwegens entspricht.

