Giesecke + Devrient und Mastercard mit „Nachhaltigkeitssiegel“ für umweltfreundliche Karten

Quelle: Mastercard

Giesecke + Devrient (G+D) und Mastercard wollen umweltfreundliche Bezahlkarten künftig mit einer Art „Nachhaltigkeitssiegel“ kennzeichnen. Die Plakette auf der Rückseite bestätigt, dass die Karte aus recyceltem, biologisch hergestelltem, chlorfreiem, abbaubarem oder ozeanischem Kunststoff hergestellt wurde. Jede Karte, die mit einer solchen Plakette ausgestattet ist, wird von einem unabhängigen Zertifizierungsprogramm geprüft, das ihren Grad an Nachhaltigkeit anhand aktueller Branchen-Benchmarks bewertet. Karten werden nur dann zertifiziert, wenn sie den Energieverbrauch, den Materialverbrauch, den CO2-Fußabdruck und Abfall reduzieren. Diese Richtlinien werden jährlich angepasst und erweitert, um den Umwelteinfluss weiter zu verbessern.

Im vergangenen Jahr hatte Mastercard das Programm Mastercard Sustainable Materials Directory gestartet, das es Kartenausstellern ermöglicht, den Kunden umweltfreundlichere Karten anzubieten, um das Thema Nachhaltigkeit weiter in den Fokus zu rücken. Inzwischen wird das Programm von mehr als 100 Finanzinstituten in 30 Ländern genutzt. Eingeführte Lösungen basieren auf der Greener Payments Partnership (GPP), die 2018 gegründet wurde, um die Erstverwendung von PVC-Kunststoff bei der Kartenherstellung zu reduzieren. Um das ökologische Engagement noch weiter zu intensivieren, haben Mastercard und Giesecke+Devrient eine weitere Aktion ins Leben gerufen, die Kunden beim Recycling ihrer Karten unterstützt.

G+ D hat zudem im Februar dieses Jahres angekündigt, gemeinsam mit der Umweltorganisation Parley for the Oceans Karten aus recycelten Plastikabfällen aus den Weltmeeren herzustellen.

„Unsere Vision für ein nachhaltiges Angebot geht über die Produktion einer ökologischen Karte hinaus“, erklärt Mikko Kähkönen, verantwortlich für das Smartcard-Portfolio bei G+D. „Vielmehr ist es unser Ziel, unseren Bankkunden Rundum-Services anzubieten, die sie für die Umsetzung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie benötigen.“ Dazu hat Mastercard in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Fintech Doconomy den Mastercard Carbon Calculator eingeführt. Mit diesem Tool können Emittenten ihren Kunden einen Überblick über ihren CO2-Fußabdruck geben und so auch hier aktiv an einer Reduktion mitzuwirken.

Das Thema Nachhaltigkeit bei der Kartenherstellung (und Kartennutzung) ist übrigens nicht auf Mastercard beschränkt. So hat etwa die HVB im November 2020 eine aus Maisstärke hergestellte Visa-Debitkarte an den Markt gebracht, die die Kartenumsätze CO2-neutral stellt. 

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