Das Open-Finance-Scheme giroAPI erweitert sein Payment-Angebot um die neue Funktion „Zahlungen aus autorisiertem Budget“. Damit können Kunden einem Zahlungsempfänger ein vorab festgelegtes, wiederkehrendes Budget zur Verfügung stellen, innerhalb dessen Zahlungen ohne erneute Einzelautorisierung ausgelöst werden können. Diese neue Funktion richtet sich insbesondere an Anbieter von Abonnementmodellen, digitalen Dienstleistungen und wiederkehrenden Zahlungsprozessen, kann jedoch auch für Marktplätze genutzt werden, um dort mittels autorisierter Budgets Waren und Dienstleistungen zu erwerben.
Damit Kunden die über Höhe und Umfang der freigegebenen Zahlungen behalten, werden freigegebene Budgets beispielsweise im Online-Banking oder ihrer Banking APP angezeigt. Banken führen weiterhin vor jeder Zahlungsauslösung die üblichen Prüfungen, etwa zu Kontodeckung, Limits oder Sperren, durch.
„Dieser neue Geschäftsvorfall stand von Anfang an auf der Wunschliste aller Marktteilnehmer, ist jedoch sehr komplex in der Umsetzung. Umso mehr freut es uns, dass diese neue Funktion nun Einzug in die Verträge hält und damit angeboten werden kann“, sagt Daniel Hellmann, Bereichsleiter Zahlungsverkehr beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken federführend für die Deutsche Kreditwirtschaft.
Mit dem neuen Service reagiert giroAPI auch auf die konkrete Nachfrage des europäischen Open-Finance-Marktes. Das Konzept orientiert sich an vergleichbaren Entwicklungen im internationalen Umfeld, etwa den sogenannten Variable Recurring Payments (variable wiederkehrende Zahlungen) im Vereinigten Königreich, und schafft zusätzliche Möglichkeiten für innovative Zahlungsdienste innerhalb eines standardisierten europäischen Rahmens. Für Anbieter ergeben sich dadurch neue Einsatzmöglichkeiten bei wiederkehrenden Zahlungen, digitalen Plattformen und datengetriebenen Finanzanwendungen. Endkunden profitieren von einfacheren Zahlungsprozessen, ohne auf die gewohnte Transparenz und die bewährte Kontrolle verzichten zu müssen.
Parallel zur funktionalen Weiterentwicklung wächst auch das giroAPI-Netzwerk weiter. Inzwischen sind mehr als 300 Banken als sogenannte Asset Holder an das Scheme angeschlossen. Zudem wurden die ersten Asset Broker angebunden, die die angebotenen Schnittstellen für eigene Dienstleistungen nutzen und damit zu den Kunden bringen. Schon bei Ankündigung der neuen Funktion im Scheme haben weitere Zahlungsdienstleister und Banken und Sparkassen ihr Interesse bekundet, dem Scheme beizutreten.
Weitere Erweiterungen des Schemes befinden sich bereits in Vorbereitung. Dazu zählen zusätzliche Anwendungsfälle im Zahlungsverkehr sowie neue Open-Finance- und Request-to-Pay-Services. Ziel ist es, Finanzinstituten und Dienstleistern eine gemeinsame Infrastruktur mit einheitlichen Vertragsrahmen für innovative digitale Finanzangebote bereitzustellen.

