Bankenabgabe kostet deutsche Banken 2,5 Milliarden Euro

 

© Kai Hartmann Photography / BaFin

Die BaFin hat als nationale Abwicklungsbehörde für den Einheitlichen Abwicklungsfonds der Bankenunion (Single Resolution Fund – SRF) von deutschen Instituten für das Beitragsjahr 2021 die Bankenabgabe in Höhe von 2,49 Milliarden Euro erhoben. Davon entfallen 1,41 Milliarden Euro auf Groß- und Regionalbanken, 473 Millionen Euro auf Landesbanken und Spitzeninstitute des Sparkassen- und Genossenschaftssektors, 273 Millionen Euro auf Sparkassen, 168 Millionen Euro auf Genossenschaftsbanken und 172 Millionen Euro auf bestimmte weitere Institute, wie Hypothekenbanken und Finanzdienstleister. Entrichtet haben die europäische Bankenabgabe 1375 beitragspflichtige Institute in Deutschland.

Der Ausschuss für die Einheitliche Abwicklung (SRB) berechnet jährlich die Bankenabgabe und verwaltet den SRF. Die BaFin hat die für den SRF erhobenen Beiträge der Institute Ende Juni 2021 auf die deutsche Kammer des SRF überwiesen. Insgesamt haben die beteiligten Staaten für den SRF eine Bankenabgabe in Höhe von rund 10,4 Milliarden Euro von 3018 beitragspflichtigen Instituten erhoben. Zum ersten Mal wurden auch Institute aus Kroatien und Bulgarien zur Bankenabgabe veranlagt. Der SRF verfügt nach Angaben des SRB aktuell über ein Volumen von rund 52 Milliarden Euro. Der SRF soll nach den gesetzlichen Vorgaben bis Ende 2023 ein Zielvolumen in Höhe von 1 Prozent der gedeckten Einlagen der Banken in den Mitgliedsstaaten erreichen.

Zusätzlich zu den Beiträgen für den SRF hat die BaFin noch rund 26,8 Millionen Euro von 75 inländischen Unionszweigstellen und CRR-Wertpapierfirmen erhoben, die unter Einzelaufsicht der BaFin stehen. Diese Mittel verwaltet die BaFin.

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