Initiative Deutsche Zahlungssysteme: Wandel im Bezahlverhalten hat sich verfestigt

Quelle: pixabay

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie hat sich der Wandel des Bezahlverhaltens verfestigt. Auch heute noch zahlen 33 Prozent der Deutschen häufiger per Girocard als vor der Pandemie, so eine online-repräsentative Umfrage unter 1241 Personen zwischen 16 und 69 Jahren, die Infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme im Februar 2022 durchgeführt hat. 50 Prozent zahlen dabei inzwischen auch Beträge unter 10 Euro ohne Bedenken per Karte.

Die Gründe dafür haben sich gegenüber dem Frühjahr 2020 jedoch deutlich verändert. Dominierten zu Beginn der Pandemie noch die Rücksicht gegenüber dem Kassenpersonal und die Sorge vor Ansteckung, steht mittlerweile die Gewohnheit im Vordergrund. Bei der Vorgängerstudie im April 2020 hatten die Befragten vor allem den Respekt vor dem Kassenpersonal (67 Prozent), die Hygiene (56 Prozent) den Wunsch nach Abstand zum Personal (45 Prozent) und die Bitte des Handels (44 Prozent) als Gründe für das bargeldlose Bezahlen genannt. Im Februar 2022 nannten 51 Prozent die Gewohnheit, 39 Prozent stimmten der Aussage zu „Ich habe mich daran gewöhnt, dass es praktisch, schnell und sicher ist“.

Unabhängig vom Betrag nutzen inzwischen 41 Prozent aller Befragten an der Kasse verstärkt die Kontaktlos-Funktion der Girocard. 38 Prozent gehen zudem davon aus, dies in Zukunft noch häufiger zu tun. Zum Jahresende 2021 wurden laut Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft bereits rund drei Viertel (73 Prozent) aller Girocard-Zahlungen kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch durchgeführt.

 

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