BVR und DSGV: Appell an die Politik

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Quelle: BVR

In einer gemeinsamen Presseerklärung rufen die Verbände der Sparkassen (DSGV) und der Genossenschaftsbanken (BVR) die Bundesregierung dazu auf, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass in Europa Risiken aus notleidenden Krediten und aus Staatsanleihen erheblich reduziert werden, bevor über weitere Schritte bei der europäischen Einlagensicherung EDIS diskutiert würde. Als Anlass nennen die Verbände die Vorlage des Abschlussberichts einer hochrangigen Arbeitsgruppe der Euro-Staaten, die mit der Vorbereitung der politischen Verhandlungen zu EDIS beauftragt war. Hierzu hatte sie ein politisches Mandat erhalten, um verschiedene Gesichtspunkte der Bankenunion erörtern zu können.

"Es ist verfrüht, jetzt über weitere Schritte bei der europäischen Einlagensicherung zu diskutieren. Immer noch variieren die Bestände an notleidenden Krediten in Bankbilanzen von Land zu Land stark. Die Quoten lagen Ende 2018 beispielsweise bei 1,3 Prozent in Deutschland, 8,3 Prozent in Italien und 41,2 Prozent in Griechenland. Die Frage der Behandlung von risikoreicheren Staatsanleihen in Bankbilanzen ist trotz der sehr unterschiedlichen Staatsverschuldung in der Euro-Zone noch nicht einmal ansatzweise adressiert worden. Für die Stabilität der Euro-Zone ist die Lösung dieser Probleme jedoch vorrangig", erklärte BVR-Präsidentin Marija Kolak.

Die genannten Quoten für Bestände an notleidenden Krediten stammen laut Meldung aus dem EBA Risk Dashboard (aktuelle Werte aus Q4/2018):

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