CFS-Index weiter rückläufig

Quelle: CFS

Wie das Center for Financial Studies (CFS) mitteilt, ist der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbilde, um 2,5 Punkte auf 109,9 Punkte gesunken. Damit setzt der Index laut Meldung seinen rückläufigen Trend schon seit einem Jahr fort. Das Institut führt den Rückgang vor allem auf eine deutlich schwächere Entwicklung des Investitionsvolumens der Finanzbranche zurück. Doch auch das Umsatzwachstum habe sich reduziert. Verbessert hat sich laut Meldung hingegen das Ertragswachstum und der Stellenabbau hat sich reduziert. Auch bei den Dienstleistern der Branche befindet sich das Umsatzwachstum auf einem niedrigen Niveau. Zusätzlich melden sie sinkende Ertragszuwächse, welche sich im Vorjahresvergleich auf einem sehr niedrigen Stand befinden. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister optimistisch.

„Die Rückgänge bei den Kernindikatoren Umsatz, Ertrag und Investitionen bei insgesamt unveränderter Beschäftigungslage unterstreicht die schwierige Lage der Branche, deren verschlechterte Aussichten nun neben den Banken auch die Dienstleister erfasst hat“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

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Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird demnach, wie bereits im Vorquartal, mit -3,7 Punkten weiter konsolidiert, befindet sich aber mit 119,7 Punkten noch auf einem guten Niveau. Der erneute Rückgang liege in der Einschätzung der Dienstleister begründet. Deren Index-Wert sei um 11,8 Punkte auf 121,8 Punkte gesunken. Nachdem die Einschätzung der Finanzinstitute im ersten Quartal stark rückläufig war, haben sie diese nun wieder nach oben korrigiert. Deren Sub-Index steigt um 4,4 Punkte auf 117,6 Punkte. Finanzinstitute und Dienstleister liegen nun in Ihrer Einschätzung nahe beieinander.

Das Wachstum der Umsätze beziehungsweise des Geschäftsvolumens der Finanzinstitute habe sich im zweiten Quartal rückläufig entwickelt. Der entsprechende Sub-Index sinkt konkret um 3,0 Punkte auf 112,0 Punkte. Es wird mit einem weiteren leichten Rückgang für das laufende Quartal gerechnet. Die Umsätze der Dienstleister blieben mit 110,9 Punkten nahezu konstant auf dem niedrigen Niveau des Vorquartals (-0,3 Punkte), wobei sie laut Meldung für das laufende Quartal unverändert optimistisch sind. Die Ertragszuwächse der Finanzinstitute haben sich im zweiten Quartal, wie zuvor prognostiziert wurde, positiv entwickelt. Der Sub-Index steigt um 3,4 Punkte auf 104,4 Punkte. Hingegen sinkt der Sub-Index der Dienstleister um 3,7 Punkte und befindet sich im Vorjahresvergleich (-24,2 Punkte) mit 103,5 Punkten auf einem sehr niedrigen Stand. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister, wie auch bei den Umsätzen, unverändert optimistisch. Die Finanzinstitute erwarten einen Rückgang der Ertragszuwächse.

Die Finanzbranche meldet für das zweite Quartal ein gesunkenes Wachstum ihres Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um 5,8 Punkte auf 106,1 Punkte. Die Dienstleister verzeichnen einen Rückgang um 4,9 Punkte auf 109,9 Punkte. Für das laufende Quartal erwarten die Finanzinstitute einen weiteren leichten Rückgang, die Dienstleister sind optimistischer.

Der Stellenabbau der Finanzinstitute hat sich laut CFS leicht abgeschwächt. Der Mitarbeiter-Sub-Index sei entsprechend um 2,5 Punkte auf 98,7 Punkte gestiegen. Für das laufende Quartal werde mit einem nahezu konstanten Niveau des Stellenabbaus gerechnet. Die Dienstleister melden unverändert zum Vorquartal ein konstantes Mitarbeiterwachstum. Der entsprechende Sub-Index verweilt bei 112,4 Punkten. Für das laufende Quartal werde ein leicht ansteigendes Wachstum der Mitarbeiterzahlen erwartet.

 

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