Schwäbisch Hall platziert erstmals Grünen Pfandbrief

Quelle: B2BEST Barometer Q4 2022

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat ihren ersten Grünen Pfandbrief am Kapitalmarkt platziert. Und das durchaus erfolgreich. Der Inhaber-Pfandbrief im Benchmark-Volumen von 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Kupon von 2,875 Prozent. Der „Green Covered Bond“ konnte in einem guten Marktumfeld mit einem Spread von 33 Basispunkten platziert werden; die Rendite beträgt damit 2,932 Prozent.

Die Emission ist am Markt auf sehr große Nachfrage gestoßen: Sie war mit einem Ordervolumen von rund 2,2 Milliarden Euro 4,4-fach überzeichnet. Zu den Investoren zählen nicht nur Institute aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe, sondern auch zahlreiche nachhaltigkeitsorientierte institutionelle Adressen außerhalb der Gruppe. Rund 33 Prozent der Investoren stammen aus dem Ausland. Begleitet haben die Emission neben dem Mutterkonzern DZ BANK als Konsortialführerin die Commerzbank, die LBBW, ING und die Unicredit.

„Unser Grüner Pfandbrief vereint für die Investoren zwei entscheidende Vorteile: Erstens trägt er zur Dekarbonisierung ihres eigenen Portfolios bei und hilft Investoren, ihre Umweltziele zu erreichen. Zweitens verspricht der Pfandbrief einer Bausparkasse dank der breiten Streuung und des geringen Risikos des Deckungsstocks eine hohe Sicherheit“, so Mike Kammann, seit Jahresbeginn 2024 Vorsitzender des Vorstands der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Zur Besicherung Grüner Pfandbriefe verfügt die Bausparkasse Schwäbisch Hall bereits heute über einen grünen Deckungsstock von über 1 Milliarde Euro. Das sind Hypothekendarlehen, die sich sowohl nach den Standards des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken als auch den „Green Bond Principles“ der International Capital Markets Association (ICMA) als nachhaltig qualifizieren. Der Erlös aus dem Green Covered Bond wird gemäß dem Green Bond Framework von Schwäbisch Hall für die Refinanzierung von Darlehen verwendet, die für den Bau oder Erwerb oder die Renovierung von energieeffizienten Wohngebäuden ausgereicht werden. Danach gelten Immobilien als grün, die mindestens der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 entsprechen – sie zählen zu den energetisch besten 15 Prozent des deutschen Immobilienbestands. Schwäbisch Hall ist noch etwas strenger und zieht nur Immobilien ab dem Baujahr 2012 heran. ISS ESG hat die Übereinstimmung des Green Bond Framework mit den Richtlinien der ICMA bestätigt.

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