Luxemburg profitiert vom Brexit

Während Frankfurt weiter darauf hofft vom Brexit – der nun nach jahrelanger Hängepartie doch noch vollzogen wird – zu profitieren, wächst der Finanzplatz Luxemburg deutlich, wie die Wirtschaftsfördervereinigung „Luxembourg for Finance“ mitteilt. Während Frankfurt vor allem bei den Banken vorne liegt, ist der Standort Luxemburg insbesondere im Asset Management Sektor gefragt. Insgesamt haben demnach mehr als 60 Finanzinstitute im Zuge des Brexits ihren Standort nach Luxemburg verlegt.

In Luxemburg haben darunter fünf neue Banken ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen: Banking Circle, RBS International und Northern Trust erhielten neue Banklizenzen, während HSBC und Barclays neue Geschäftstätigkeiten eröffneten. Banking Circle hat laut Meldung seinen globalen Hauptsitz in Luxemburg eröffnet, Northern Trust eröffnete im Großherzogtum seine EU-Bank in der Rechtsform einer „Societas Europaea" mit Niederlassungen in Großbritannien, den Niederlanden und Schweden. Barclays eröffnete einen Geschäftszweig, um internationalen Firmenkunden über eine neue digitale Plattform Transaction-Banking-Dienstleistungen anzubieten.

Die beiden luxemburgischen Aufsichtsbehörden für Finanzdienstleistungen haben demnach 2019 119 neue Lizenzen erteilt. Die CSSF erteilte 111 neue Betriebslizenzen an eine Vielzahl von globalen Vermögensverwaltern, Private-Equity-Firmen, Banken und Zahlungsdienstleistern. Weitere acht Lizenzen wurden von der Versicherungsaufsicht Commissariat CAA vergeben.

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