Kai Ostermann als BDL-Präsident bestätigt

Kai Ostermann; Quelle: BDL

Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Leasing AG, ist als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) wiedergewählt worden, ebenso wie die beiden Vizepräsidenten Jochen Jehmlich (Gefa Bank GmbH) und Thomas Kolvenbach (Comco Leasing GmbH). Ostermann steht seit 2017 an der Spitze des Verbands, zuvor war er sechs Jahre lang BDL-Vizepräsident. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing ist er seit 2010. Zuvor war er seit 2004 Vorstandsprecher der DAL Deutsche Anlagen-Leasing ins Wiesbaden, die wenig später in die Deutsche-Leasing-Gruppe integriert wurde. Dem Vorstand der Deutschen Leasing gehörte Ostermann seit 2006 an, bevor er 2010 den Vorstandsvorsitz übernahm.

Auf der 40. Mitgliederversammlung des BDL wurden auch die bisherigen Vorstände Maximilian Meggle (MMV Leasing GmbH), Marion Schäfer (Miller Leasing Miete GmbH), Kerstin Scholz (VR Smart Finanz AG) und Marcus Schulz (Arval Deutschland GmbH) bestätigt. Neu im Vorstand sind Olaf Meyer (Siemens Finance & Leasing GmbH) und Andreas Werner (Merca Leasing GmbH & Co. KG. Nicht mehr zur Wiederwahl gestellt haben sich Michael Mohr (abcfinance GmbH) und Hubert Spechtenhauser (UniCredit Leasing GmbH).

In den vergangenen 15 Monaten konnte sich auch die Leasing-Wirtschaft der verminderten wirtschaftlichen Aktivität nicht entziehen, so das Fazit des BDL zum Corona-Jahr. Viele Unternehmen legten ihre Investitionspläne auf Eis. Entsprechend brachen die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen im vergangenen Jahr um über 11 Prozent ein. Das Neugeschäft Mobilien-Leasing in Deutschland ging um 8,5 Prozent zurück. Allerdings wurden im vergangenen Jahr 8 Prozent mehr Sale-and-Lease-Back-Verträge abgeschlossen als 2019. Im ersten Quartal 2021 ist nach neuesten Zahlen des Verbands das Neugeschäft im Mobilien-Leasing wieder um 3,5 Prozent gestiegen. „Die Leasing-Wirtschaft ist robust und verhältnismäßig stabil durch die Corona-Krise gekommen“, so Ostermanns Resümee.

Für das zweite Halbjahr 2021 ist die Leasing-Branche zuversichtlich. Allerdings stellen Liquiditätsengpässe und der Eigenkapitalrückgang weiterhin die größten Investitionshürden für Unternehmen dar. Der BDL setzt sich daher bei der Politik für die staatliche Absicherung von Leasing-Investitionen mittels KfW-Globaldarlehen ein. Diese Initiative wird bereits von einer Reihe von Wirtschaftsverbänden unterstützt, darunter der Handwerksverband ZDH sowie die Automobil- und Baubranche. „Eine staatliche Absicherung von KMU-Investitionen ist ein hilfreiches Instrument, Investitionen und damit den Aufschwung zu fördern“, appellierte der BDL-Präsident. „Die Investitionslücke, die schon vor der Pandemie bestand, hat sich vergrößert und muss geschlossen werden“, führte Ostermann auf der virtuellen Mitgliederversammlung aus. Damit die Unternehmen am Standort Deutschland in die Zukunft investieren, bedürfe es fördernder Rahmenbedingungen. Zu Bundestagswahl 2021 hat der BDL hat daher zur Bundestagswahl Handlungsempfehlungen für die Politik formuliert. Zentrale Forderung ist es überbordende Bürokratie abzubauen und den Regulierungsdruck, der auf der mittelständischen Leasing-Branche lastet, zu verringern. „Leasing-Gesellschaften dürfen nicht mit Banken-Maßstäben gemessen werden. Sie sind weniger komplex und tragen ein deutlich geringeres Risiko. Daher bedarf es Proportionalität und mehr Differenzierung“, forderte Ostermann.

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