Schweizer Start-up bringt Crowd-Factoring nach Deutschland

Das Start-up Advanon AG mit Sitz in Zürich expandiert nach zwei erfolgreichen Jahren am Schweizer Markt unter der Firmierung Advanon Deutschland GmbH, Berlin, nach Deutschland. Das Unternehmen hat mit Crowd-Factoring eine neue Kategorie der Vorfinanzierung geschaffen. Dabei nutzen KMU die Online-Plattform von Advanon als Marktplatz, auf dem sie sich ihre offenen Debitorenrechnungen von Investoren in Echtzeit finanzieren lassen können. Advanon fungiert als Vermittler zwischen den KMU und den Investoren.

Bedingung ist, dass die Firma mindestens ein Jahr besteht und die Rechnungen auf Unternehmen und nicht auf Privatpersonen ausgestellt sind. Beim Erstkontakt muss ein Bankauszug und die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres eingereicht werden. Nach der Registrierung erstellt Advanon ein Rating zur Kreditwürdigkeit und es können Rechnungen hochgeladen werden. Das Unternehmen gibt einen Zinssatz an, den es zu zahlen bereit ist. Dadurch erhalten KMU finanzielle Mittel, um weiter wachsen zu können. Den Investoren steht eine neue Anlageklasse zur Verfügung, mit dem sie ihr Portfolio streuen können. „Unsere Rechnungsfinanzierung funktioniert schnell, effizient und transparent, so dass sich KMU aufs Wesentliche konzentrieren können, statt sich mit Geldsorgen zu plagen”, sagt Phil Lojacono, CEO und Co-Founder von Advanon.

Die vor zwei Jahren gegründete Advanon AG wickelt in der Schweiz nach eigenen Angaben ein Online-Factoring-Volumen von mehr als 50 Millionen Schweizer Franken ab. Dass die Summe vor zwei Jahren noch unter einer Million Franken lag, zeige, wie beliebt die Finanzierungsform geworden ist und dass Advanon mit Crowd-Factoring eine Marktlücke schließt.

Innovativ ist nicht nur das Geschäftsmodell, sondern auch die Unternehmenskultur: Mit ulimitierten Urlaubstagen, einer Rückerstattung von privaten Hotelaufenthalten und Flügen oder einer Weltreise zum Betriebsjubiläum will das Unternehmen neue Standards setzen. „Wir wollten von Anfang an ein modernes Unternehmen sein, bei dem der Output zählt und nicht die reine physische Anwesenheit”, sagt CEO Lojacono. „Deshalb messen wir Ziele und nicht Stunden.” Außerdem sind die Mitarbeiter an der Firma beteiligt. „So werden alle zu Unternehmern und jeder partizipiert direkt am Erfolg oder Misserfolg”, sagt Lojacono.

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