ZBI: Deutscher Wohnungsmarkt bleibt angespannt

Thomas Wirtz (FRICS), Vorstand der ZBI Immobilien AG

Wie die ZBI berichtet, zeichnete sich das Jahr 2019 durch eine unverändert hohe Dynamik am deutschen Wohnimmobilienmarkt aus. Bestimmende Faktoren hierfür waren demnach zum einen die starken Wanderungsgewinne aus dem Ausland in den vergangenen Jahren, die Deutschland mit 83 Millionen Einwohnern eine neue Rekordmarke beschert haben. Zum anderen sorgten Veränderungen in den Haushaltstrukturen sowie dem Wohnverhalten auch zukünftig dafür, dass der bereits bestehende Druck auf die Wohnungsmärkte weiter wächst.

Auch im Jahr 2020 würden deshalb besonders die Metropolregionen, wirtschaftsstarke Einzelstandorte sowie Großstädte mit Universitäten und Hochschulen, aber auch einige Nebenstandorte ohne Metropolcharakter von der verstärkten Wohnraumnachfrage profitieren. Strukturschwache ländliche Regionen verzeichneten 2019 dagegen erneut die stärksten Verluste. Rechnerisch könne der Wohnraumbedarf auf nationaler Ebene zwar gedeckt werden, auf regionaler Ebene blieben die Unterschiede jedoch weiterhin bestehen und würden sich noch verstärken.

Das sind Kernergebnisse des Wohnungsmarktberichts der ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe in Zusammenarbeit mit NAI apollo valuation & research. Die Studie wurde zum vierten Mal durchgeführt und bietet einen umfassenden Überblick zu den wesentlichen Aspekten des deutschen Wohnimmobilienmarkts. Im aktuellen Bericht wurden Analysen der Miet- und Kaufpreisentwicklung in deutschen Städten weitergeführt. Untersucht wurden dafür die Märkte der sieben A-Standorte sowie 50 Städte ohne Metropolcharakter (sechs B-Standorte, 15 C-Standorte und 29 D-Standorte). „Dank einer tiefen Marktdurchdringung und mithilfe unseres Researchs gelingt es der ZBI, Potenziale hinsichtlich der Mieten oder Kaufpreise zu erkennen, um strategiekonforme Investments für unsere Fondsprodukte zu tätigen“, sagt Thomas Wirtz (FRICS), Vorstand der ZBI Immobilien AG.

In allen Top-Städten sowie in den meisten der 50 Städte ohne Metropolcharakter existiere weiterhin ein Nachfrageüberhang, aber mittlerweile auch eine erhöhte Aktivität zur Befriedigung dieser Nachfrage. Allerdings blieben trotz Annäherung der absoluten Zahlen bezüglich Angebot und Nachfrage sowohl an den A-Standorten als auch bei der Mehrzahl der B-, C- und D-Standorte die Neubauzahlen hinter dem Bedarf zurück. Rekordverdächtig entwickelte sich 2019 erneut der Investmentmarkt für Wohnimmobilien: So wurde mit 19,2 Milliarden Euro das zweitbeste Transaktionsvolumen nach dem Rekordjahr 2015 erreicht. „Dieses Ergebnis belegt eindeutig das ungebrochene Interesse am deutschen Wohnungsmarkt, wobei sich mehr und mehr auch Städte ohne Metropolcharakter mit entsprechenden Entwicklungspotenzialen auf Objekt- oder Standortebene als alternative Investitionsstandorte empfehlen“, erläutert Stefan Mergen, Geschäftsführender Gesellschafter der NAI apollo valuation & research GmbH. Ein Ende der hohen Transaktionsaktivitäten sei nicht zu erwarten.

Den kompletten Wohnungsmarkbericht finden Sie in unserem Research-Bereich, klicken Sie hier

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