VR-Leasing-Gruppe auf dem Weg zum digitalen Gewerbefinanzierer

Die VR-Leasing-Gruppe, Eschborn, konnte im Geschäftsjahr 2017 das onlinegestützte Geschäft mit den Genossenschaftsbanken ausbauen. Die Anzahl neu abgeschlossener Verträge stieg um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Finanzierungsvolumen um 16 Prozent. Zu dieser Steigerung trug insbesondere die Entwicklung des schnellen Unternehmerkredits bis 60 000 Euro bei: Das Neugeschäftsvolumen konnte auf 330 Millionen Euro gesteigert werden, mehr als 120 Banken wurden im vergangenen Geschäftsjahr für dieses Produkt hinzugewonnen. Die Quote der Online-Finanzierungen liegt damit bei mehr als 80 Prozent. „Die gute Entwicklung des onlinegestützten Geschäfts mit den Genossenschaftsbanken bestätigt unsere strategische Ausrichtung der letzten Jahre“, sagt Vorstandsvorsitzender Theophil Graband.

Die Zentralregulierung liegt gemessen am Umsatz mit 8,1 Milliarden Euro leicht unter Vorjahr (8,3 Milliarden Euro), konnte ihre Marktführerschaft aber behaupten. Die BFL hat nach einem Jahresendspurt ihr Neugeschäft 2017 auf rund 0,25 Milliarden Euro (Vorjahr: 0,23 Milliarden Euro) gesteigert. Der Factoring-Umsatz liegt mit 3,2 Milliarden Euro über Vorjahr.

Das positive vertriebliche Ergebnis der VR-Leasing-Gruppe im Geschäftsjahr 2017 spiegelte sich in einer deutlichen Steigerung der Bankenprovision auf 15,3 Millionen Euro sowie einem Anstieg der Kundenanzahl im Bankenvertrieb um rund 13 Prozent zum Vorjahr wider. Positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung hatte die Senkung der Verwaltungsaufwendungen von 156,9 auf 136,3 Millionen Euro.

Mit der Konzentration auf onlinegestützte und einfache Lösungen stellt sich die VR-Leasing-Gruppe den Herausforderungen der Digitalisierung und wird sich künftig als digitaler Gewerbefinanzierer der Genossenschaftsbanken positionieren, dazu wurde Mitte 2017 ein Transformationsprogramm gestartet. Maßnahmen im Rahmen des im Vorjahr beschlossenen Effizienzprogramms konnten 2017 wie geplant umgesetzt werden. Die geplante Reduktion von 120 Mitarbeiterkapazitäten wurde fair und transparent im Rahmen eines Freiwilligenprogramms und ohne betriebsbedingte Kündigungen abgeschlossen. Die für die Transformation notwendigen Investitionen führen trotz der positiven operativen Entwicklung zu einem Ergebnis vor Steuern nach IFRS von minus 25,0 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2017 (Vorjahr: 7,0 Millionen Euro).

Im Jahr 2018 steht die konsequente Fokussierung und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der VR-Leasing-Gruppe im Fokus. Ziel ist es, den Genossenschaftsbanken in einem gemeinsamen Ökosystem Lösungen für Leasing, Mietkauf und Kredit, digitale Services und intelligente Datenanalysen bereitzustellen, die es ihnen ermöglichen, ihre Kunden im Omnikanal-Vertrieb bedarfsgerecht anzusprechen.

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