EY: Immobilienquote der Versicherer erstmals zweistellig

Die durchschnittliche Immobilienquote der deutschen Versicherungen befindet sich auf einem historischen Höchststand und liegt mit 10,3 Prozent erstmals im zweistelligen Bereich. Das zeigt das aktuelle Trendbarometer Assekuranz 2019 von EY Real Estate. Für die nunmehr zwölfte Auflage der Studie wurden 24 führende Unternehmen befragt, die laut EY-Partner Dietmar Fischer über ein durchschnittliches Immobilienvermögen von rund vier Milliarden Euro verfügen. Angesichts eines gesamten Anlagestocks der Assekuranz von rund 1,5 Billionen Euro entspräche dies hochgerechnet zirka 150 Milliarden Euro in Immobilien.

„Dieser Höchststand der Immobilienquoten der Versicherer spiegelt die herausgehobene Rolle wider, die Immobilienanlagen in Zeiten eines risikolosen Zinses nahe Null eingenommen haben, so Fischer. Entscheidend sei für die Assekuranz dabei die Cashflowrendite, mit der Versicherer ihre Garantiezinsversprechen auch im anhaltenden Niedrigzinsumfeld halten könnten. 

70 Prozent der Befragten wollen ihre Immobilienbestände weiter erhöhen, als stärkste Konkurrenz werden dabei private Investoren und Family Offices wahrgenommen. Zunehmend tätigen die Versicherer auch risikoreiche Immobilieninvestments. Mehr als 70 Prozent halten diesen Trend aufgrund des Mangels an Core-Produkten für unumkehrbar. 

Knapp zwei Drittel des Immobilienbestandes werden direkt gehalten, die Renditeerwartung für indirekte Bestände liegt allerdings mit rund 5,0 Prozent etwas höher als für die direkten (4,5 Prozent). Zum ersten Mal sind offene Immobilien-Spezialfonds mit über 70 Prozent die beliebteste Anlageform vor fremdgenutzten Direktbestand (70 Prozent). Büroimmobilien gelten als favorisierte Assetklasse vor Wohnimmobilien und Logistik.

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