LBS-Umfrage: Pandemie verändert Wohnvorlieben zugunsten der eigenen Immobilie

Quelle: Pixabay

60 Prozent der Bundesbürger haben unter dem Eindruck der Corona-Pandemie ihr Zuhause umgestaltet. Das zeigt eine von LBS West und LBS Research beauftragte Befragung von gut 1.000 20- bis 45-Jährigen durch das Befragungsunternehmen Feedbaxx zu den Auswirkungen von Corona auf ihr Wohnumfeld und ihre Wohnwünsche, darunter 60 Prozent Mieter, 27 Prozent Eigentümer. 13 Prozent der Befragten leben noch bei ihren Eltern, sie wurden für die hier wiedergegebenen Ergebnisse nicht berücksichtigt. Das Gros der Befragten strebt demnach weitere Veränderungen im Wohnumfeld an. So möchten sich 17 Prozent der Befragten einen Homeoffice-Platz einrichten, 16 Prozent denken über ihre Inneneinrichtung nach und jeweils 13 Prozent über Malerarbeiten oder neue Tapeten, den Garten beziehungsweise Balkon – und wünschen sich last but not least eine bessere Internetverbindung. Immerhin 8 Prozent würden am liebsten umziehen.

Corona-Erfahrung: Zu Hause ist wichtiger geworden; Quelle: LBS-Research

Die Befragung bestätigt, dass sich die Wohnpräferenzen infolge der Corona-Erfahrungen künftig verschieben könnten. 34 Prozent aller Befragten gaben an, bei einem anstehenden Umzug stärker auf Balkon oder Garten achten zu wollen, 30 Prozent würden lieber günstiger wohnen, 23 Prozent hätten gerne mehr Zimmer jeweils 17 Prozent mehr Möglichkeiten zur Selbstversorgung sowie eine bessere Internetverbindung und bei jeweils 15 Prozent stehen eine bessere Nachbarschaft und weiter außerhalb wohnen auf der Wunschliste. Viele Wünsche laufen also darauf hinaus, dass es die Bundesbürger tatsächlich verstärkt ins Umland ziehen könnte, wo sich die meisten Ansprüche erfüllen lassen als in der Stadt. Eine bevorstehende Renaissance des abgeschiedenen Dorflebens lässt sich aus den Befragungsergebnissen allerdings nicht herauslesen, so die Experten von LBS Research.

Corona: Wohnwünsche von Mietern und Eigentümern; Quelle: LBS-Research

Ihre Wohnsituation nicht mehr optimal finden 40 Prozent der Mieter ihre Wohnsituation, aber nur 23 Prozent der Bewohner eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung. Am liebsten umziehen würde jeder zehnte Mieter, aber nur jeder fünfzigste Eigentümer. Ausschlaggebend dafür ist für Mieter vor allem ein fehlender Garten oder Balkon sowie eine zu geringe Zimmerzahl. Aus dieser Wahrnehmung resultiert bei vielen auch ein Sinneswandel in puncto Wohneigentum: Bei 30 Prozent der Mieter ist infolge der Pandemie der Wunsch größer geworden, eine Immobilie zu erwerben.

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