Logistik-Boom: weiter, immer weiter?

Quelle: pixabay.com

Der Boom auf dem deutschen Logistikmarkt findet kein Ende: Wie BNP Paribas Real Estate berichtet, wurde im zweiten Quartal 2021 mit einem Flächenumsatz von knapp 3,6 Millionen Quadratmetern nicht nur der Vorjahreswert um knapp ein Drittel übertroffen, sondern auch ein neuer Rekordwert für das erste Halbjahr aufgestellt. Die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2011 wurde laut BNP um rund 7 Prozent gesteigert.

„Mit diesem neuen Allzeithoch wird zum einen unterstrichen, dass die Logistikbranche die Corona-Krise besser verkraftet hat als die meisten anderen Wirtschaftsbereiche, zum anderen auch langfristig von strukturellen Anpassungsprozessen profitieren wird. Zu nennen sind hier insbesondere die weiter rasant wachsende Bedeutung des E-Commerce und der City-Logistik sowie neue Anforderungen an Produktionsunternehmen. Die E-Mobilität, deren Ausbau ebenfalls zusätzliche Flächenbedarfe auslöst, ist nur ein prominentes Beispiel hierfür“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Unterdessen vermeldet Colliers, dass die hohe Nachfrage nach Logistikflächen für kontinuierlich steigende Mieten sorgt: So sei im 12-Monatsvergleich an sechs der acht wichtigsten deutschen Logistikstandorte ein Wachstum bei der Spitzenmiete zu verzeichnen gewesen. Ferner nahm an sieben Standorten die Durchschnittsmiete zu. Dabei ist die Logistikregion München weiterhin die teuerste Region mit einer Spitzenmiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter und einem Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Wir beobachten an allen Top-8-Standorten einen eindeutig positiven Trend bei der Mietpreisentwicklung. Meistens ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren, die Druck auf die Spitzen- und Durchschnittsmieten ausübt. Der Flächenmangel spielt dabei eine tragende Rolle, ist aber von Standort zu Standort unterschiedlich ausgeprägt. Während München und Stuttgart seit Jahren kaum Neubauaktivität bei Logistikflächen vorweisen, verzeichnen Regionen wie Leipzig, Frankfurt und Berlin eine vergleichsweise rege Neubautätigkeit in den Umlandgemeinden, wo aber Grundstücke von Jahr zu Jahr knapper werden“, so Nicolas Roy, Head of Industrial & Logistics bei Colliers.

Passend dazu hat Prologis, Inc., der nach eigenen Angaben weltweite Marktführer in der Logistikimmobilienbranche, seinen Eintritt in den Berliner Logistikmarkt bekanntgegeben. Insgesamt wurde im Zuge dessen ein Portfolio bestehend aus elf Objekten in Berlin und dem Ruhrgebiet erworben.  Die insgesamt 548 200 Quadratmeter befinden sich auf 83,5 Hektar Land in vorwiegend innerstädtischen Lagen. Durch die Transaktion wird das Portfolio von Prologis in Deutschland um 104 neue Kunden erweitert und auf insgesamt drei Millionen Quadratmeter vergrößert.

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