Union Investment mit sehr gutem Immobilienjahr 2019

Jörn Stobbe und Martin J. Brühl
Quelle: Union Investment

Union Investment hat mit Blick auf ihr Immobiliengeschäft im Jahr 2019 ein positives Resümee gezogen. Laut Unternehmensangaben wurden die weiterhin guten Rahmenbedingungen an den europäischen Immobilienmärkten für den konstanten Ausbau ihres Transaktionsgeschäftes genutzt und im zurückliegenden Jahr erneut solide Wertzuwächse für die Anleger erzielt. Die Fondsperformance der Offenen Immobilien-Publikumsfonds für Privatkunden und institutionelle Anleger liege zum Jahresultimo 2019 zwischen 1,7 und 3,2 Prozent.

 „Im aktuellen Marktumfeld mit seinem anhaltenden Kapitaldruck und steigenden Risiken sind verlässliche Renditen ein zentrales Versprechen an unsere Kunden. Unsere Anlagepolitik, die auf nachhaltiges Wachstum setzt, bringt dies in besonderem Maß zum Ausdruck“, sagt Jörn Stobbe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH. Mit besonderem Augenmerk auf die langfristige Ertragsstärke der Immobilienassets hat Union Investment im zurückliegenden Jahr 28 Ankäufe erfolgreich abgeschlossen. Die Investments im gewerblichen Immobilienbereich verteilten sich gleichermaßen auf die Fonds für private Anleger (15 Transaktionen) und für institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen (13 Transaktionen). Insgesamt realisierte der Hamburger Immobilien-Investmentmanager ein Ankaufsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro gegenüber 2,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Hinzu kommen 19 Objektverkäufe im Volumen von über 830 Millionen Euro, mit denen sich das Transaktionsvolumen des zurückliegenden Jahres auf rund 3,66 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,0 Mrd. Euro) saldiert.

Während das zurückliegende Investmentjahr besonders im letzten Quartal durch Portfoliodeals geprägt war, erreichte Union Investment ihre Ankaufsziele 2019 nahezu ausschließlich durch Einzeltransaktionen, in Summe 24. Die Ausnahme bildeten zwei kleinere Portfolios mit jeweils zwei projektierten Hotelimmobilien in München bzw. Krakau und Kattowitz. Entsprechend ihrer „Ten to 50“-Strategie, die einen Ankaufsschwerpunkt bei kleineren Objekten setzt, wurden zehn Objekte und Projekte mit einem Dealvolumen von jeweils unter 50 Millionen erworben.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Union Investment wie im Vorjahr mit dem Ankauf von Projekten in früher bzw. fortgeschrittener Realisierungsphase. Bei einem Gesamtinvestment von über 1 Milliarde Euro sicherte sich Union Investment sieben Projekte in den Nutzungsarten Logistik, Micro-Living und Campusimmobilien direkt vom Entwickler bzw. übernahm bei den „Y-Towers“ in Amsterdam mit den zukünftigen Nutzungen Hotel, Serviced Apartments und Wohnen selbst die Rolle des Bauherrn und Entwicklers.

Mit einer Quote von rund 40 Prozent am Ankaufsvolumen trugen Projektkäufe wie in den Vorjahren maßgeblich dazu bei, das Portfolio weiter zu verjüngen und unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten weiterzuentwickeln. „Als Alternative zu strukturierten Bieterverfahren, die in dieser Marktphase nicht nur bei Portfoliotransaktionen erhebliche Ressourcen binden und häufig frustrierte Kosten bedeuten, haben sich Off-Market-Transaktionen für uns besonders bewährt“, sagt Martin J. Brühl, Chief Investment Officer und Geschäftsführer der Union Investment Real Estate GmbH. „Die Bereitschaft, früher als andere Investoren in einzelne Märkte einzusteigen und die Fähigkeit bei niedrigen Kapitalkosten auch längere Bauphasen mit niedrigen Cashflows zu überbrücken, verschafft uns deutliche Vorteile im Wettbewerb um ertragsstarke Core-Immobilien. Gemeinsam mit unseren Spezialisten für die Vermietungsmärkte wollen wir die Strategie der aktiven Wertschöpfung auch bei Neuakquisitionen weiter vorantreiben.“

Geografisch setzte das Unternehmen vor dem Hintergrund der nachlassenden Konjunktur in Europa ihre Ankaufsschwerpunkte 2019 in wirtschaftlich stabilen Kernmärkten: Neben Deutschland mit insgesamt neun Ankäufen in unterschiedlichen Segmenten (Gesamtvolumen 680 Mio. Euro) spielten die Nordics mit vier Investments in Helsinki und Stockholm (300 Mio. Euro) sowie Dublin mit drei Neuzugängen im Bürobereich (260 Mio. Euro) eine herausgehobene Rolle. Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildete Amsterdam mit zwei Transaktionen im Gesamtvolumen von rund 620 Millionen Euro. „Die stabilen und zum Teil weiter steigenden Kapitalwerte machen Europa auch bei gebremster Konjunktur zu einem vergleichsweise sicheren Hafen. In unserer Wachstumsstrategie spielen die stark wachsenden und unterversorgten Märkte in Europa auch zukünftig die Hauptrolle“, so Martin J. Brühl. Hierzu gehört auch unverändert London. „Als einzige wirkliche globale City in Europa verzeichnet London trotz des anstehenden EU-Austritts eine unverändert hohe Flächennachfrage und – wenn die politischen Unsicherheiten aufgelöst sind – sehr gute Perspektiven für starkes Mietpreiswachstum. Wir bereiten uns daher aktiv auf unseren Wiedereinstieg vor.“

Die Ankaufsbilanz des Jahres 2019 schließt neben den Hauptnutzungen Büro, Hotel und Logistik auch vier Investments für die alternativen Anlageprodukte im Bereich Micro-Living und Urban Campus sowie zwei Transaktionen für den neuen Spezialfonds UniInstitutional EuropeanM ein. Einen besonderen Akzent setzte Union Investment durch verstärkte Engagements im ausgewählten europäischen Retailmärkten. Die Beteiligung am Shoppingcenter Puerto Venecia in Saragossa markierte 2019 den Wiedereintritt in den spanischen Einzelhandelsmarkt. Besondere Marktbedingungen konnten zudem für zwei Verkäufe von Fachmarkzentren in Österreich und einem Shoppingcenter in Monza/Italien genutzt werden.

Das erfolgreiche Investmentjahr für den Immobilienbereich spiegelt sich im starken Anstieg des betreuten Immobilien-Fondsvermögens wider. Die Offenen Immobilienfonds von Union Investment sammelten im vergangenen Jahr mehr als 1,7 Milliarden Euro an neuen Mitteln ein. Dank des starken Absatzergebnisses, zu dem die aktiven Fonds und die Service-Mandate gleichermaßen beitrugen, konnte Union Investment ihre marktführende Rolle weiter ausbauen. Die Ertragsstärke der Offenen Immobilienfonds wird durch die hohen Vermietungsquoten unterstrichen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 weisen die großen Immobilien-Publikumsfonds Vermietungsstände zwischen 96,3 und 99,5 Prozent aus.

Die weiteren Aussichten für das Immobiliengeschäft beurteilt Union Investment als außerordentlich gut.  „Das neue Jahrzehnt wird erhöhte Anforderungen an die Fähigkeit von Investoren stellen, intelligente Strategien für das Immobiliensourcing zu entwickeln. Gleichzeitig wachsen im Rahmen von New Work und digitaler Vernetzung die Anforderungen an das Asset Management“, sagt CEO Jörn Stobbe. „Mit der Kombination aus Verlässlichkeit und einem Höchstmaß an Flexibilität bieten wir unseren Anlegern und Geschäftspartnern heute bereits ein überzeugendes und zukunftsfähiges Leistungsversprechen, das wir 2020 in der Geschäftsführung und mit unserem gesamten Immobilien-Team konsequent weiterentwickeln werden.“

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