Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr eG haben bestätigt, dass die beiden Banken – in Abstimmung mit ihren Aufsichtsräten – ergebnisoffene Gespräche über eine engere Zusammenarbeit bis hin zu einem möglichen Zusammenschluss führen. Beide Institute mit Sitz in Düsseldorf stehen bereits seit langer Zeit in einem freundschaftlichen Austausch. Nach der Migration der Sparda-Bank West zur Atruvia hat sich der Erfahrungsaustausch intensiviert, da die PSD Bank in diesem Umfeld über eine sehr hohe Expertise verfügt. Als Gemeinsamkeiten nennen beide Banken den strategischen Fokus auf Privatkunden beziehungsweise das Geschäftsfeld Bauen und Wohnen, eine hohe Überschneidung im Kerngeschäftsgebiet, eine vergleichbare Historie und ein gleiches Werteverständnis.
Vor dem Hintergrund eines stark umkämpften Retailmarkts sehen die Vorstände die Unternehmensgröße als wichtigen Erfolgsfaktor. Bei einem Zusammenschluss entstünden unter anderem erhebliche Refinanzierungsvorteile durch die unterschiedlichen Bilanzstrukturen und eine vielversprechende Verknüpfung von Filial- und Plattform-/Vermittlungsgeschäft. Zudem stehen beide Banken vor einer demografischen Herausforderung: In den kommenden Jahren werden rund 100 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. Eine Fusion könnte daher helfen, die Servicequalität stabil zu halten, wettbewerbsfähige Preise zu sichern und Arbeitsplätze an den Verwaltungsstandorten Düsseldorf, Dortmund und Münster langfristig zu erhalten und zu sichern.

