BDL Jahresbericht: Leasing wird attraktiver und fördert Nachhaltigkeit

Kai Ostermann, Präsident, Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V.
Quelle: BDL/Deutsche Leasing

Das Leasing-Geschäft sei Treiber für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, vermeldet der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL) in seinem Jahresbericht für das Jahr 2020. Vertreter von Branche und Politik nehmen im Bericht Stellung und betonen den Beitrag, den die Leasing-Branche für die genannten Themen leistet.

Darüber hinaus thematisiert der Bericht eine Studie, nach der Leasing für Unternehmen an Relevanz gewinnt. So hätten sich 2011 von 1 000 befragten Unternehmen 23 Prozent „immer“ oder „häufig“ für die Finanzierungsform entschieden, 2020 seien es 40 Prozent. Vor allem kleinere Unternehmen sehen Leasing zunehmend positiver. Äußerten sich 2015 noch 56 Prozent der befragten Unternehmen mit 21-49 Mitarbeitern positiv dazu, stieg der Anteil 2020 auf 90 Prozent. Knapp 40 Prozent der leasing-affinen Unternehmen realisieren „grüne Investitionen“ durch Leasing, von denen ungefähr ein Drittel auf Elektro- und Hybrid-Mobilität entfallen. Als Kernargumente für Leasing als Finanzierungsform nennen Unternehmen Planbarkeit und Liquiditätssicherung.

Als Hürden sieht der Verband neben der Bewältigung Corona-Krise derzeit den Regulierungsdruck, der auf Leasing-Unternehmen lastet. „Die Besonderheiten unseres Geschäftsmodells und der Leasing-Branche werden nicht immer angemessen berücksichtigt. Stattdessen werden die regulatorischen Standards von den Großbanken abgeleitet – und treffen letztlich auch die mittelständischen Leasing-Gesellschaften. Leasing-Unternehmen sind jedoch keine Banken, sie sind kleiner und tragen ein deutlich geringeres Risiko. Entsprechend gilt es, die Besonderheiten der Branche und des Leasing-Geschäfts mit Proportionalität und mehr Differenzierung angemessen zu berücksichtigen“, so Kai Ostermann, Präsident des BDL.

Der Verband realisierte für Unternehmen in Deutschland Leasing-Investitionen in Höhe von 74,8 Milliarden Euro. Dabei entfielen nach Berechnungen des ifo Instituts 65,3 Milliarden Euro (60,1 Milliarden Euro im Vorjahr, plus neun Prozent) auf Leasing-Neuinvestitionen. Das Mietkauf-Neugeschäft, das viele Leasing-Unternehmen ihren Kunden als Finanzierungsalternative anbieten, lag bei 9,5 Milliarden Euro (2018: 9,1 Milliarden Euro, plus fünf Prozent).

Den gesamten Jahresbericht finden Sie hier.

Passend zum Thema Nachhaltigkeit hat auch die aktuelle Ausgabe (5-2020) der FLF Finanzierung Leasing Factoring diesen Schwerpunkt gewählt. In beiden Publikationen lassen sich beispielweise Beiträge von Univ.-Prof. Hartmann-Wendels finden.

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