Deutsche Börse: Closing der ISS-Transaktion

Deutsche Börse Frankfurt; Quelle: Deutsche Börse AG

Die Deutsche Börse hat den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 81 Prozent an Institutional Shareholder Services (ISS), einem Anbieter von Governance-Lösungen, ESG-Daten und Analytik, erfolgreich abgeschlossen, wie das Unternehmen heute mitteilt. Der Abschluss der Ende 2020 angekündigten Transaktion erfolge nach Erhalt der entsprechenden regulatorischen Freigaben.

Die Deutsche Börse unterstreicht mit dieser Transaktion nachdrücklich ihr Bekenntnis zu ESG als einem der wichtigsten Megatrends der Branche, der das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird.

Stephan Leithner, im Vorstand der Deutsche Börse AG verantwortlich für die Pre- & Post-Trading-Aktivitäten der Gruppe, zur Akquisition von ISS: „Die Qualität, Präzision und Breite der Daten von ISS suchen im Markt ihresgleichen. Insbesondere die ESG-Expertise und das Leistungsspektrum von ISS auf der Datenseite ergänzen das Geschäftsmodell der Deutschen Börse ideal über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Die Akquisition ist daher ein logischer Schritt in unserer ESG-Wachstumsstrategie. Sie bringt uns ein wichtiges Stück voran auf dem Weg, zu einem der weltweit führenden Marktinfrastrukturanbieter in der Entwicklung zu nachhaltigerem Investieren zu werden.“

„Wir freuen uns sehr, jetzt Teil der Gruppe Deutsche Börse zu sein und gemeinsam mit unseren neuen Kollegen unsere langjährige Mission voranzutreiben: Investoren und Unternehmen zu befähigen, langfristiges und nachhaltiges Wachstum zu erzielen“, sagte Gary Retelny, Präsident und CEO von ISS. „Unseren ISS-Kunden werden wir auch in Zukunft gewohnt unabhängiges und hochwertiges Research, Ratings und andere Dienstleistungen liefern. Dafür werden wir weiterhin in unsere Produkte investieren und sie weiterentwickeln, um ihnen stets die innovativsten Lösungen anzubieten.“

Die redaktionelle Unabhängigkeit, die das Daten- und Researchgeschäft von ISS heute genießt, bleibt auch in Zukunft erhalten. Die Deutsche Börse verpflichtet sich, die Unabhängigkeit und Integrität des Research, der Empfehlungen, Ratings und weiterer Analyse-Leistungen von ISS zu schützen. Eine Reihe von entsprechenden Regeln zur Nichteinmischung wurden laut Deutsche Börse bereits eingeführt. Gleichzeitig hat sich auch ISS verpflichtet, kein Proxy-Voting-Research oder sonstige Analysen zur Deutschen Börse anzufertigen.

Diese Transaktion wurde in Kooperation mit dem aktuellen Management von ISS und Genstar Capital, einer führenden Private-Equity-Gesellschaft, vollzogen. Beide Partner werden weiterhin eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten.

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