Sixt Leasing erwartet für 2020 sehr deutlichen Ergebniseinbruch Unterstützung durch neuen strategischen Großaktionär Hyundai Capital Bank Europe erwartet

Quelle: Sixt Leasing

Die Sixt Leasing SE hat ihren Konzernvertragsbestand im Geschäftsjahr 2019 nach vorläufigen Berechnungen (IFRS) bis Ende Dezember auf 136 200 Verträge gesteigert. Das ist der höchste Stand der Unternehmensgeschichte. Grund hierfür war insbesondere die Entwicklung im vierten Quartal.

Im Gesamtjahr 2019 ging der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail gegenüber 2018 um 0,8 Prozent auf 44 300 Verträge zurück. Dabei standen einer deutlich erhöhten Anzahl an auslaufenden Verträgen mehr als 13 000 abgeschlossene Neuverträge gegenüber, ein Plus von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Flottenleasing war der Vertragsbestand gegenüber 2018 rückläufig, und zwar um 6,1 Prozent auf 40 400 Verträge. Dies wird wesentlich auf weitere Fahrzeugrückläufer infolge eines im Vorjahr weggefallenen Volumenkunden zurückgeführt. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete dagegen der Geschäftsbereich Flottenmanagement, in dem der Vertragsbestand um 22,5 Prozent auf 51 500 Verträge anstieg, im Wesentlichen bedingt durch die Übernahme der Flottenmeister GmbH mit gut 7 000 Verträgen. Insgesamt stieg der Konzernvertragsbestand damit im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) im Geschäftsjahr 2019 deutlich um 5,0 Prozent auf 136.200 Verträge an. Dies entspricht der im Oktober 2019 angepassten Prognose des Vorstands.

Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf einen Rekordwert von 824,4 Millionen Euro. Der operative Konzernumsatz (ohne Verkaufserlöse) ging um 2,6 Prozent auf 468,2 Millionen Euro zurück. Der Vorstand hatte zuletzt einen Wert in der Größenordnung von 465 Millionen Euro erwartet. Die Verkaufserlöse durch Leasingrückläufer und vermarktete Kundenfahrzeuge im Flottenmanagement stiegen überproportional um 9,5 Prozent auf 356,3 Millionen Euro an. Hierzu trug insbesondere die höhere Anzahl an Fahrzeugrückläufern im Geschäftsfeld Online Retail bei.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Geschäftsjahr 2019 um 3,4 Prozent auf 232,7 Millionen Euro zurück. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) lag im Geschäftsjahr 2019 mit 29,3 Millionen Euro um 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vorstand hatte zuletzt ein EBT in der Größenordnung von 29 Millionen Euro erwartet. Die operative Umsatzrendite blieb mit 6,3 Prozent nahezu stabil (2018: 6,4 Prozent). Der Konzernüberschuss ging um 2,0 Prozent auf 21,5 Millionen Euro zurück.

Für das Jahr 2020 erwartet Michael Ruhl, Vorstandsvorsitzender der Sixt Leasing SE Unterstützung durch den neuen strategischen Großaktionär, die Hyundai Capital Bank Europe GmbH, die am 21. Februar 2020 die 41,9-prozentigen Beteiligung der Sixt SE an der Sixt Leasing SE übernommen hat. Das Joint Venture von Santander Consumer Bank und Hyundai Capital Services unterstützt die bestehende Strategie des Sixt Leasing-Konzerns. Der Vorstand von Sixt Leasing will seinen Fokus im Geschäftsjahr 2020 daher wie geplant auf die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells und die Ausrichtung der Organisation auf zukünftiges nationales und internationales Wachstum legen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 erwartet der Vorstand im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 einen leichten Anstieg des Konzernvertragsbestands und einen operativen Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. In Bezug auf das EBT rechnet der Vorstand mit einem Wert sehr deutlich unter Vorjahresniveau. Diese Prognose ist neben der bisherigen operativen Geschäftsentwicklung Jahr 2020 vor allem auf die nationale und internationale Entwicklung der COVID-19 Situation zurückzuführen. Darüber hinaus wird das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2020 durch vollzugsunabhängige Kosten in Höhe eines niedrigen einstelligen Millioneneurobetrags im Zusammenhang mit dem angekündigten Übernahmeangebot von HCBE belastet, die zu einem signifikanten Teil bereits im ersten Quartal 2020 anfallen werden. Bei einem erfolgreichen Vollzug der Transaktion, der für das zweite Halbjahr 2020 erwartet wird, ist zudem mit weiteren einmaligen Kosten der Gesellschaft (zum Beispiel Aufwendungen für die IT, Beratungskosten und Boni) in Höhe eines hohen einstelligen Millioneneurobetrags im Jahr 2020 zu rechnen. Mögliche Wachstumsimpulse durch den Wechsel des Großaktionärs sind in diesen Prognosen nicht berücksichtigt, da diese zum aktuellen Zeitpunkt nicht quantifizierbar sind.

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