Aareal Bank: Teilverkauf von Aareon

Quelle: Aareal Bank

Die Aareal Bank hat mit dem Finanzinvestor Advent International („Advent“) eine langfristig angelegte Partnerschaft für die signifikante weitere Stärkung der Wachstumsdynamik ihrer IT-Tochter Aareon vereinbart. Das teilt das Institut heute mit. Im Zuge dessen veräußert die Aareal Bank eine Minderheitsbeteiligung von 30 Prozent der Anteile an der Aareon an Advent. Ein entsprechender Anteilskaufvertrag und eine Aktionärsvereinbarung, die auch alle sonstigen wesentlichen Eckpunkte der künftigen Partnerschaft regelt, wurden heute unterzeichnet.

Die finanziellen Konditionen des Verkaufs basieren auf einem Unternehmenswert der Aareon von rund 960 Millionen Euro. Dies entspricht einem Eigenkapitalwert von rund 860 Millionen Euro, aus dem sich ein Kaufpreis für den 30-Prozent-Anteil von rund 260 Millionen Euro ergibt, der in bar zahlbar ist. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats der Aareal Bank. Mit dem Vollzug der Transaktion (Closing) wird demnach vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, primär wettbewerbsrechtlicher Freigaben, im Laufe des vierten Quartals 2020 gerechnet.

Mit der vereinbarten neuen Partnerschaft mit Advent hat die Aareal Bank den Mitte Mai angekündigten Verkaufsprozess für eine signifikante Minderheitsbeteiligung an der Aareon zügig zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht und dabei das derzeit sehr günstige Umfeld für krisenfeste, auf Software fokussierte Unternehmen genutzt. Die Aareon ist ein Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft in Europa und deren Partner im digitalen Zeitalter. Sie hat im Geschäftsjahr 2019 mit ihrer ERP-Software und mit digitalen Lösungen für das Management von Wohnungsbeständen 252 Millionen Euro umgesetzt und ein EBITDA von 61 Millionen Euro erwirtschaftet.

Aareal sieht die vereinbarte Transaktion als einebn wichtigen Meilenstein, um im Rahmen der im Januar 2020 vorgestellten weiterentwickelten Strategie der Aareal Bank Gruppe für die Aareon als Software-Unternehmen eine starke, von der Mutter unabhängige Wertperspektive zu entwickeln.

Hermann J. Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank, erklärte: „Wir haben eine klare, auf nachhaltig profitables Wachstum ausgerichtete Strategie für die gesamte Gruppe, die wir sukzessive umsetzen. Bei der Aareon sind wir nun auf diesem Weg einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Mit Advent haben wir den idealen Partner gefunden, um das volle Potenzial der Aareon als Teil der Aareal Bank Gruppe noch schneller zu entfalten – unter Wahrung der Synergien, die es zwischen unserer IT-Tochter und den Aktivitäten der Bank gibt. Advent bringt als langfristig orientierter Finanzinvestor mit seiner breiten Expertise im Technologiesektor, seiner ausgewiesenen Erfolgsbilanz in der nachhaltigen Weiterentwicklung seiner Beteiligungsunternehmen, seiner M&A-Expertise und seiner Finanzkraft alle Voraussetzungen mit, um die Wertsteigerung der Aareon gemeinsam mit uns zu beschleunigen und Aareon in den kommenden Jahren auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung zu heben. Davon werden die Kunden der Aareal Bank Gruppe ebenso profitieren wie unsere Aktionäre.“

Ranjan Sen, Managing Partner und Deutschland-Chef von Advent International, sagte: „Die Aareon ist mit der langen Tradition in Deutschland und ihrer umfangreichen Präsenz in ganz Europa eine Perle im Technologiesektor. Wir glauben, dass sie gut positioniert ist, um Konsolidierungschancen zu nutzen – in einer Industrie, in der die Digitalisierung noch am Anfang steht. Wir freuen uns darauf, das Management der Aareon und der Aareal Bank in den nächsten Jahren bestmöglich zu unterstützen.“

Mit dem Mittelzufluss aus der Transaktion will die Aareal Bank zusätzliche Flexibilität im Kapitalmanagement gewinnen. Vor allem aber möchte sie ihren Spielraum erweitern, um in wertschaffende Opportunitäten zu investieren – sowohl für das weitere Wachstum der Aareon als auch in beiden Segmenten des Bankgeschäfts. So würden sich im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen gerade vor dem Hintergrund des Megatrends Nachhaltigkeit und ungeachtet der durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten Turbulenzen auch in Zukunft attraktive Neugeschäftsmöglichkeiten bieten. Im Segment Consulting/Dienstleistungen Bank wiederum wird der Fokus auf der Ausweitung des Produktangebots und der Expansion in neue Märkte liegen, beides sowohl aus eigener Kraft als auch durch Zukäufe und Kooperationen.

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