Robo Advisor geben mehr für Marketing aus, als sie Assets verwalten

Philipp von Wartburg, Geschäftsleiter Technologie & IT der Deutsche Gesellschaft für RuhestandsPlanung (DGfRP) sieht noch erheblichen Nachholbedarf beim Thema Robo Advisor: „2017 werden wieder einige Fintech-Start-ups auf den Markt drängen. Ob die vorwiegend auf Technik basierenden Ideen aber nachhaltig sind und auch eingebettet in ein Geschäftsmodell funktionieren, muss erst noch bewiesen werden. So werden beispielsweise Robo Advisor hochgelobt, geben aber wahrscheinlich mehr für Marketing aus, als sie Assets verwalten. Dabei sind sie wirklich gut darin, Fakten zu sammeln und zu ordnen. Die Algorithmen erkennen aber noch nicht alle Zusammenhänge, sondern konzentrieren sich auf Weniges. Damit können sie bei der individuellen, umfassenden Beratung nur unterstützend eingesetzt werden.

Da die Ruhestandsplanung zu den komplexesten aller Beratungsarten zählt, können Robo Advisor hier das persönliche Gespräch definitiv nicht ersetzen, denn: Geld braucht Ansprache! Eine qualifizierte Kundenberatung bedarf der Interaktion zwischen Berater und Kunden und hat viel mit einem umfassenden Blick auf die Situation zu tun. Und diesen schaffen die heutigen Robo Advisor noch nicht – das wird noch mindestens zwei bis drei Fintech-Generationen dauern.

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