Bankkunden geben Daten für mehr Service

Viele Bankkunden in Deutschland hätten nichts dagegen, dass ihr Kreditinstitut ihre Kontodaten systematisch auswertet und dafür personalisierte Mehrwertdienste anbietet. Zudem glaubt jeder Zweite ohnehin irrtümlich daran, dass dies bereits stattfindet. Zu dem Ergebnis kommt die neue "Bankkunden-Studie 2018 - Digitale Dienste" der Unternehmensberatung Berg Lund & Company , für die 2.000 deutsche Bankkunden befragt wurden. (http://berg-lund.de)

Voraussetzung für eine entsprechende Auswertung von Bankdaten durch die Anbieter ist jedoch das Einholen des Einverständnisses der Kunden. Laut der Studie vertrauen knapp drei von vier Deutschen ihrem Geldhaus in Bezug auf Datenschutz. Zum Vergleich: Bei Online-Händlern sind es nur gut 40 Prozent der Befragten, bei sozialen Netzwerken wie Facebook gerade einmal 22 Prozent.

Um die Gunst der Kunden zu gewinnen, beziehungsweise diese langfristig zu halten, sollten Banken die Bankgeschäfte vereinfachen, etwa durch Freigabe von Kontaktdaten, um sich die Eingabe von IBANs und BICs ersparen zu können. Kunden wünschen sich den Ergebnissen der Studie nach zudem unmittelbare Dienstleistungen, wie beispielsweise einen Filial- und Geldautomatensucher auf Basis der eigenen Standortdaten. Knapp die Hälfte der Kunden ist bereit, für solche Mehrwerte die eigenen Daten preiszugeben. Auch persönlich zugeschnittene Angebote sind aus Kundensicht vorteilhaft. Hierfür sind immerhin vier von zehn Kunden zur Bereitstellung der Daten bereit.

Generell ist die Bereitschaft zur Datenverwertung bei jüngeren Kunden stärker ausgeprägt: Bei unter 40-Jährigen erlauben 51 Prozent persönlich zugeschnittene Angebote. Bei den Kunden ab 50 Jahren sind es nur 36 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit den Zustimmungsraten zur Datenfreigabe für die Vereinfachung von Bankgeschäften. Aber selbst unter älteren Bankkunden sind immerhin 40 Prozent damit einverstanden.

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