Vier von fünf Banken haben Verwahrentgelte abgeschafft

Quelle: pixabay.com

Die Zinserhöhung der EZB und der damit verbundene Abschied von der negativen Einlagenfazilität zeigen Wirkung. Banken und Sparkassen verabschieden sich von den Negativzinsen. Aktuell weisen einer aktuellen Untersuchung von verifox.de noch 79 Banken Negativzinsen für Privatkunden auf ihrer Website oder in ihrem online zugänglichen Preisverzeichnis aus. Zum Höchststand im Mai 2022 waren es 455 Institute. Gegenüber dem Datum des EZB-Zinsentscheids am 21. Juli, da berechneten noch 424 Banken Negativzinsen, hat sich die Zahl der Institute mit „Strafzinsen“ damit um mehr als 80 Prozent verringert.

Schon vor der Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank hatten laut verifox.de mindestens 51 Banken und Sparkassen die sogenannten Verwahrentgelte ganz oder teilweise abgeschafft. Einige hatten die Minuszinsen komplett gestrichen, bei anderen Geldhäusern wurden die Freibeträge deutlich angehoben, so dass die Negativzinsen für einen großen Teil der Kunden weggefallen waren. Prominentestes Beispiel war die ING in Deutschland, die den Freibetrag auf 500000 Euro anhob. Weil die Banken jetzt selbst keine Strafzinsen mehr auf ihre überschüssigen Einlagen bezahlen müssen, hat sich der Abschied von den Negativzinsen nochmal spürbar beschleunigt, so dass erwartet werden darf, das nach dem nächsten Quartalswechsel nur noch eine Handvoll Banken Negativzinsen im Privatkundengeschäft erheben werden.

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