Fusionen zahlen sich aus: Nach fünf Jahren um drei Prozentpunkte verbesserte Cost-Income-Ratio

Jeder zweite Bankvorstand aus der DACH-Region hält eine (weitere) Fusion seines Instituts für wahrscheinlich, sofern sich ein passender Partner findet. Weitere 23 Prozent gehen in diesem Fall sogar fest von einem Zusammenschluss aus. Das geht aus dem Fusionsbarometer von Horváth & Partners hervor.

Bereits fünf Jahre nach einer Fusion zahlt sich der Zusammenschluss der Studie zufolge im Durchschnitt mit einer um etwa drei Prozentpunkte besseren Cost Income Ratio (CIR) aus. Das Einsparpotenzial in Bezug auf Personalkosten schätzen die befragten Bankmanager allerdings höher ein, als sie sich bei Fusionen in der Vergangenheit realisieren ließen. 60 Prozent der Manager gehen von einem Personalabbau von über zehn Prozent aus. Ein Abbau in diesem Umfang wurde jedoch nur in 40 Prozent der vergangenen Fusionen erreicht. Bei jeder vierten Fusion wurde sogar Personal aufgestockt.

Die aktive Anbahnung einer Fusion erfolgt am häufigsten (28 Prozent) durch bilaterale Vorstandsgespräch mit dem möglichen Fusionspartner. Jedes vierte Institut geht im Vorgang einer Fusion eine Kooperation mit anderen Häusern ein, um sich besser kennenzulernen und Stärken und Schwächen auszuloten. Eine systematische Analyse potenzieller Partner nimmt nur jedes fünfte Institut vor.

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